Handbuch der Italien-Philatelie

Dalmatien

Lexikon

Italienische Briefmarke mit Überdruck Venezia Tridentina Italienische Briefmarke mit Überdruck Venezia Tridentina in Heller Währung

Die Briefmarkenabbildung ist der Webseite www.ibolli.it entnommen.

Nach dem Ende der Republik Venedig infolge der Besetzung Venedigs durch die Truppen Napoléon Bonapartes wurden die venezianischen Besitzungen an der Ostküste der Adria ebenso wie der größte Teil des übrigen venezianischen Territoriums durch den Vertrag von Campo Formio 1797 an Österreich angegliedert. Aus den venezianischen Besitzungen in Dalmatien und an der Boka Kotorska entstand das österreichische Kronland Dalmatien.

Nach der Eroberung durch die Truppen Napoleon Bonapartes wurde das Land im Jahr 1805 mit dem Friede von Pressburg an Frankreich angeschlossen und bildete einen Teil seiner Illyrischen Provinzen. Im Jahr 1814/15 fiel nach dem Wiener Kongress der gesamte Landstrich, jetzt einschließlich des Gebietes der ehemaligen Republik Ragusa, an Österreich zurück.

Zum Ende des Ersten Weltkriegs konnte Dalmatien im Jahre 1918/19 größtenteils dem Ende Oktober 1918 ausgerufenen Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (ab 1929 Königreich Jugoslawien) beitreten, die Stadt Zadar (it. Zara) und die Insel Lastovo (it. Làgosta) mussten jedoch (ebenso wie Istrien) dem Kriegssieger Italien überlassen werden.

Die oben gezeigten Marken wurden in österreichischer Währung wurden in der Übergangzeit nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Vertrag von Saint Germain 1919 verwendet - einige Aufdruckwerte für Dalmatien unterscheiden sich nur in kleinen Details von den Marken für die gesamten "Terre redente"