Handbuch der Italien Philatelie

Kirchenstaat

Ausriß aus H. Schwaneberger Internationales illustrirtes Briefmarken-Sammelbuch, 11. Auflage

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Zitate

Kirchenstaat. Von 1852 bis zur Einverleibung in das Königreich Italien 1870 besaß dieses seit Jahrhunderten bestehendes Postgebiet eigene, graf. nicht alltägl. gestaltete und desh. Bes. reizvolle Marken. Die erste ausgabe (Mi 1 - 11) kann allein an Hand unzähl. Farbunterschiede stark spezialisert gesammelt werden; der Michel-Katalog gibt nur andeutungsweise ale Möglichkeiten wieder. Eigenartig sind die auf Glanzpapier gedruckten Marken Mi 12 - 18, äußerst interessant die Stempel und auf Ganzbrief oder zumindest Briefstück die halbiert, getrittelt, geviertelt und sogar gesechstelt im Wert des entspr. Teilbetrages verwendeten Marken. Leider gibt es viele Ganzfälschungen und bes. Stempelfälschungen. Die Druckplatten für die Marken im Muster 12-25 wurden an einen Händler und von diesem weiterverkauft, so daß insgesamt vier priv. Neudrucke in großen Mengen gergestellt werden konnten, kenntl. An abweichender Zähnung und Farbe sowie verschwomenem Druck. Seit 1929 hat der ehem. Kirchenstaat gewissermaßen eine Fortsetzung im Postgebiet Vatikanstaat gefunden.
in: Ullrich Häger: Kleines Lexikon der Philatelie

Kirchenstaat, Roman States (e), Etats de l'Eglise (f), aus einer Schenkung Pipin des Kleinen 755 hervorgegangen; weltliches Besitztum des Papstes, bis 1859 Rom, Umbrien, die Romagna und Teile von Emilia, 1870 nur nuch die jetzige Provinz Roma umfassend. Hörte nach der einnahme Roms am 20. September 1870 als selbstständiger Staat zu bestehen auf. Währung: 100 Bajoccji = 1 Scudo; ab 1867: 100 Centesimi = 1 Lira. Eigene Marken von 1851 - 70.
in: Alexander Bungerz: Grosses Lexikon der Philatelie

kirchenstaat, + Etats de l'Eglise Roman-States, 1852-1863, ab 1929: Vatikanische Post, 100 Bajocchi = 1 scudo, ab 1867 10 Centesimi = 1 Lira. Fälschungen, Falschstempel und Neudrucke.
in: Ernst Krapp: ABC der Philatelie. Illustriertes Hand- und Wörterbuch

Die sehr grossen Markenbestände gingen 1871 in die Hände der Markenhändler über. Neudrucke giebt es also nicht, dagegen haben die bekannten Bilderbogendrucker schon seit Jahren ale diese M. nachgepfuscht, mit und ohne Abstempelung, gez. und ungeähnt. Möge ihre Seelen dafür 1000 Jahre im Fegefeuer braten!
in: Paul Lietzow: Das Schwarze Buch der Philatelie oder Neudruck und Fälschung von Postmarken und Briefumschlägen.

Philatelistische Literatur


Ercolano Gandini: Bolli a secco dello Stato Pontificio
Notiziario riservato solo ai soci Centro Studi internazionale di Storia Postale   Mantova   2018


MATHÀ, Thomas: The Treasure of the Botanical Garden of Bologna - Printed matters, wrappers and letters of the Botanical Garden of Bologna 1834 - 1852
Eigenverlag   Bozen   2015


Thomas Matha: Der Briefpostverkehr zwischen dem Kirchenstaat und der Toskana 1814 - 1852
Postgeschichte und Altbriefkunde Heft 172 - Dezember 2008   Wennigsen   2008


Club de Monte-Carlo: Etats Pontificaux - Papal States - Stato pontificio 1852 - 1870
A. Barcella, G. Bizzarri, A. Zanaria, M. Zanaria   Monte Carlo   2006


Vito Salierno: Roma 1870
RARA. Istituto Editoriale di Bibliofilia e Reprints   Milano   1992


Paolo Vollmeier: Die Trockenstempel des Kirchenstaates
Deutscher Altbriefsammler-Verein e.V.   Castagnola   1991


Bolaffi's Roman States an Vatican City Specialized Stamp Catalogue 1973
S.C.O.T. Editrice Turin (Società Culturale Opere Tipografiche)   Turin   1972


Fernando Ceccarelli: Studien über die Poststempel des Kirchenstaates
Verlag: "Die Postmarke"   Wien   1927

Aufsätze in Anthologien und Zeitschriften

Relevante Kataloge